Nicht völlig fremd
Viele Studierende aus dem Umland fahren allein, obwohl jemand mit ähnlicher Route oft im selben Hörraum oder Event-Chat ist.
CampusCar
CampusCar verbindet Studierende und die Campus-Familie über Events, Pendeln, Gruppen und Gesuche. Erst entsteht Begegnung, dann Vertrauen, dann die gemeinsame Fahrt.
Core Loop
Warum CampusCar
Viele Studierende aus dem Umland fahren allein, obwohl jemand mit ähnlicher Route oft im selben Hörraum oder Event-Chat ist.
Sprit, Parken und Abnutzung summieren sich. Geteilte Fahrten sparen sofort Geld.
Nachhaltigkeit ist wichtig. Aber der echte Einstieg ist: Leute kennenlernen, gemeinsam ankommen und weniger allein fahren.
Belegte Daten statt Bauchgefühl
In Regensburg treffen 30.571 Studierende an Universität und OTH auf tägliche Pendelwege, Events, Fachschaften und freie Sitze. Das ist kein Nischenproblem, sondern ein Campus-Ökosystem.
Laut UR-Treibhausgasbilanz 2022 verursacht Pendeln 51% der bilanzierten Campus-Emissionen. CampusCar setzt genau dort an: weniger Solo-Fahrten, weniger Parkplatzdruck, mehr gemeinsame Wege.
Tabelle 2.10 weist 60.907.790 Pkm als MIV-Fahrer und 52.068.449 Pkm als MIV-Mitfahrer aus. Das ist ein Pkm-Anteil, keine Personenquote.
Gleichzeitig berichten in unserer Zielgruppe 68% von Einsamkeit. CampusCar argumentiert deshalb vorsichtig: Kontaktgelegenheiten statt Heilversprechen, Kontext statt anonymer Mitfahranzeige.
Pendel-Apps haben Nutzen, aber keine Verbindung. Campus-Gruppen haben Community, aber keinen Ride-Flow. CampusCar verbindet beides: Erst Kontext, dann Vertrauen, dann Fahrt.
Quellen: Universität Regensburg, Zahlen & Fakten 2025/26; Universität Regensburg, Mobilität und Mobilitätsumfrage 2025; Universität Regensburg, Klimaschutzkonzept und Treibhausgasbilanz 2022, Tabelle 2.10; OTH Regensburg, Zahlen & Fakten 2025/26; OTH Regensburg, Integriertes Klimaschutzkonzept 2025; Destatis, Mikrozensus 2024 als bundesweite Einordnung. Soziale Wirkung wird als Kontaktchance formuliert, nicht als kausale Einsamkeitsreduktion.
Nachhaltigkeit
Aus Fremden werden Mitfahrer:innen. Aus Mitfahrer:innen können Freund:innen werden.
Jede geteilte Fahrt spart Emissionen, weil Studierende sowieso zum selben Ziel wollen.
Sprit, Parken und Abnutzung werden geteilt. Das spart sofort Geld.
Der CampusCar Moment
Nicht: "Ich brauche eine Mitfahrt."
Sondern: "Ich will zu diesem Event. Wer kommt mit?"
CampusCar startet bei dem, was Campus-Menschen sowieso machen: Erstsemesterwoche, Lernnacht, Sporttreffen, Party, Fachschaft, Uni-Alltag. Aus Begegnungen entsteht Verbindung. Aus Verbindung entsteht Vertrauen. Aus Vertrauen entsteht die Fahrt.
Du siehst, wer auch hinwill, wer aus deiner Richtung kommt und welche Fahrten offen sind.
Events, Pendelstrecken, Gruppen, Gesuche und freie Sitze liegen an einem Ort. Du bestimmst, wonach du suchst.
Treffpunkt, Abfahrtszeit, freie Sitze und Kosten klären. Dann zusammen los.
Clickable App-Prototyp
Events, Gruppen und Posts senken die Hürde, bei jemandem mitzufahren. Die App fühlt sich sozial an, aber der Kern bleibt: weniger Solo-Fahrten, mehr Verbindung und gemeinsame Wege.
Beta testenCampusCar
Hallo Mara
Feed
Gruppen
Live-Events
Events ladenIntent
Matches
Studentin · Medieninformatik · Uni Regensburg
Fährt meistens Campus -> Altstadt nach Events. Mag klare Treffpunkte, ruhige Musik und nicht awkward schweigend im Auto sitzen.
Ride Chemistry
Ihr wollt beide zum Campusfest. 2 gemeinsame Gruppen, ähnliche Rückfahrt, beide eher leise Musik.Mara Feed
Rückfahrt nach dem Degginger-Abend. 2 Sitze frei.
Wer ist morgen beim W1 dabei?
Campus zwischen Vorlesung und Kaffee.
Lieber zusammen heim als alleine fahren.
Gesucht & Gefunden
Freie Sitze, Rückfahrten, regelmäßige Pendelstrecken und spontane Eventfahrten.
Bücher, Fahrradlicht, Mensa-Gutschein oder WG-Kram: ein Gesuch ist nur eine von vielen möglichen Anzeigen.
Suche Begleitung, Lerngruppe, Heimweg nach Events oder jemanden aus derselben Richtung.
Geplante App-Bausteine
Geplant ist ein leichtes Punkte- oder Belohnungssystem für Menschen, die regelmäßig andere mitnehmen und damit Fahrten, Kosten und Emissionen teilen.
Sicherheitsfunktionen sollen Teil des Produkts sein: klare Profile, kontrollierbare Kontakte, Meldemöglichkeiten, Fahrt teilen, Notfallkontakt und ein Sicherheitsbutton als geplante Schutzfunktion, besonders für weibliche Mitfahrerinnen.
Punkte, Filter und mögliche Empfehlungen sollen transparent bleiben, damit Nutzer:innen verstehen, warum etwas sichtbar ist und wie sie es selbst steuern.
Events in der App
Öffentliche Uni-, Kultur-, Fachschafts- und Gruppenquellen werden als aktuelle Event-Hinweise in CampusCar integriert.
Online-Events werden aussortiert. Nutzer:innen sehen, was in Regensburg und am Campus wirklich passiert.
Aus “Ich gehe hin” wird “Wer fährt aus meiner Richtung mit?”
Ein erster Datenlauf integriert Uni-, Studierendenwerk- und Kulturquellen plus erste Fachschaften und studentische Gruppen. Die konkrete Eventliste liegt bewusst im Handy-Dummy: Dort ist sie Teil des App-Flows und direkt mit Fahrten und Matches verbunden.
Die Website erklärt die Event-Idee. Der klickbare Prototyp zeigt die aktuelle Liste, Event-Auswahl und daraus entstehende Matches.
Mission
CampusCar soll Studierenden helfen, nicht alleine fahren zu müssen. Wir starten bei Events, Pendelstrecken, Gruppen und Gesuchen, weil Vertrauen nicht aus einem anonymen Mitfahrgesuch entsteht, sondern aus Verbindung im gemeinsamen Alltag.
Unsere Plattform soll verständlich bleiben: Nutzer:innen wählen selbst, was sie sehen, wonach sie suchen und welche Verbindung für sie relevant ist. Keine Blackbox, kein erzwungener Empfehlungsfeed, keine versteckte Logik.
Social Features sind kein Selbstzweck. Sie senken die Hürde, damit aus Fremden Mitfahrer:innen werden.
Events, Gruppen, Fahrten, Gesuche und Posts werden bewusst gewählt, nicht heimlich priorisiert.
Wenn etwas empfohlen wird, muss erklärbar sein, warum es angezeigt wird und wie man es verändert.
Kontrolle statt Blackbox
Der Feed startet ohne Blackbox-Ranking. Nutzer:innen wählen selbst zwischen Events, Posts, Fotos, Gesuchen, Gruppen und Fahrten.
Wenn zu viele Inhalte die UX verschlechtern oder wir genug Kapazität haben, können Empfehlungen helfen, aber nur als bewusst aktivierbarer Modus.
Nutzer:innen sollen wählen können, ob nach Nähe, gemeinsamen Gruppen, Events, Route, Zeit, Preis oder Vertrauen sortiert wird.
CampusCar soll nicht entscheiden, was wichtig ist. Die App soll Werkzeuge geben, damit Studierende ihre eigene Logik einstellen.
Geschäftskonzept
CampusCar soll nicht vorab in ein Geschäftsmodell gezwungen werden. Erst muss sichtbar werden, was wirklich angenommen wird: Pendeln, Events, Gruppen, Feed, Gesuche oder die soziale Plattform als Ganzes. Die Kernnutzung für Studierende bleibt kostenlos.
Danach entscheidet sich der richtige Pfad. Wenn vor allem gemeinsam gependelt wird, passt eher ein öffentliches oder uni-nahes Modell. Wenn CampusCar als Social-Campus-Plattform genutzt wird, entsteht eine deutlich größere, skalierbare Plattformchance.
Wenn Social Features kaum genutzt werden, aber aktiv gependelt wird, spricht viel für Verein, Stiftung, Uni-Partnerschaft oder Campus-Betriebsmodell.
Wenn Feed, Gruppen, Events und Profile wirklich binden, wird CampusCar mehr als Mitfahren: ein deutsches Campus-Netzwerk mit deutschlandweitem Skalierungspotenzial.
Wenn Nutzerverhalten und Wachstum dafür sprechen, kann der Plattformpfad über größeres Funding laufen, um CampusCar schnell über Regensburg hinaus auszurollen.
Gesucht/Gefunden, Ticketing, lokale Deals oder Werbung sind denkbar, aber nur transparent, kontrollierbar und ohne Verkauf personenbezogener Daten.
Leitlinie: Wir wählen nicht das Modell mit der schnellsten Monetarisierung, sondern das Modell, das Wirkung, Vertrauen und tatsächliche Nutzung am besten zusammenbringt.
Community first
Präsenz bei Campus-Events, erste Beta-User über Uni-Netzwerk, Fachschaften und Social Media.
Erstsemesterwoche, Sportevents, Partys, Fachschaften. Jedes Event bringt neue Nutzer:innen organisch.
Reguläres Pendel-Matching, Uni als Partner und Regensburg als Proof-of-Concept für weitere Hochschulstädte.
Über uns
Die Idee hinter CampusCar kommt aus dem Uni-Alltag: Viele Studierende pendeln aus dem Umland, viele Autos fahren mit freien Sitzen, und trotzdem bleibt man oft allein unterwegs. Nicht, weil niemand teilen würde, sondern weil die Hürde hoch ist, zu einer völlig fremden Person ins Auto zu steigen.
Darum bauen wir CampusCar nicht als reine Mitfahrbörse, sondern als soziales Campus-Netzwerk. Events, Fachschaften, Gruppen, Feed, Fahrten, Gesuche und Hilfe machen sichtbar, wer etwas sucht oder anbietet. Erst sieht man, wer zum selben Event will, aus derselben Richtung kommt oder in derselben Gruppe ist. Dann wird die Fahrt weniger anonym.
Moritz Schmid und Felix Ipfling kennen sich aus der Hochschulpolitik. Moritz studiert Politikwissenschaft und VWL, Felix studiert Informationswissenschaft und VWL. Beide bringen Nachhaltigkeitsbezug, Campus-Ehrenamt und ein Netzwerk in Regensburg mit: über Fachschaften, Uni-Strukturen, den Landesstudierendenrat und Studierendenvertretungen in ganz Bayern.
Moritz hat CampusCar initiiert und in der frühen Phase vor allem Kommunikation und Netzwerk geprägt; seit seinem Amt als Sprecher des Landesstudierendenrats ist er weniger operativ eingebunden, verwaltet aber weiterhin einzelne Accounts und das Konto und bleibt Sparringspartner für wichtige Entscheidungen. Felix übernimmt aktuell die technische Umsetzung und treibt Prototyp, Website, Event-Pipeline, Produktlogik und Strategie voran. Dazu kommen Pendelperspektive, das neue UR AI/KI Studi-Netzwerk, Malerei und Kunstausstellungen sowie ein Jahr Werkstudentenerfahrung als Data Analyst/Engineer im Controlling bei der Scherdel Gruppe. Zusammen geht es uns nicht um eine weitere App, sondern um einen Campus-Standard für gemeinsame Wege.
Freie Sitze sind da, aber Vertrauen, Sichtbarkeit und Treffpunkte fehlen.
Events, Gruppen und Feed machen Menschen wiedererkennbar, bevor eine Fahrt entsteht.
Der Prototyp zeigt Fahrten, Chats, integrierte Events, Profile, Posts, Gesuche und Auswahlmöglichkeiten.
Fachschaften, Campus-Events und erste Uni-Communities sollen den Loop testen.
Social Features sind kein Ablenkungsmanöver, sondern der Weg, die Hemmschwelle fürs Mitfahren zu senken.
Jede Gruppe, jedes Event und jeder Post soll am Ende gemeinsame Wege leichter machen.
Nutzer:innen sollen selbst filtern, sortieren und verstehen, warum sie etwas sehen.
Nachhaltigkeitspreis 2025
Die Universität Regensburg hat den Nachhaltigkeitspreis 2025 an das studentische Projekt CampusCar von Moritz Schmid und Felix Ipfling vergeben. Die Jury überzeugte das Konzept einer smarten, app-basierten Mitfahrplattform, die gezielt auf den Pendelverkehr am Campus Regensburg abgestimmt ist.
Der Kern: Viele Studierende und Beschäftigte erreichen die Uni allein mit dem Auto, oft weil im Umland ÖPNV-Alternativen fehlen oder nicht gut genug passen. CampusCar soll mehr UR-Mitglieder gewinnen, häufiger gemeinsam zu pendeln. Das Preisgeld unterstützt die Weiterentwicklung des Konzepts.
Quelle: uni-regensburg.deEarly Access & Mitmachen